Luft­fil­ter für die Lüf­tungs­an­la­ge: Arten, Fil­ter­klas­sen und typi­sche Ein­satz­be­rei­che

Luft­fil­ter für die Lüf­tungs­an­la­ge schüt­zen Per­so­nen, tech­ni­sche Kom­po­nen­ten und sen­si­ble Pro­zes­se vor par­ti­kel­för­mi­gen oder gas­för­mi­gen Ver­un­rei­ni­gun­gen. Wel­che Fil­ter­art ein­ge­setzt wer­den muss, hängt nicht allein von der gewünsch­ten Luft­qua­li­tät ab. Ent­schei­dend sind unter ande­rem die Außen­luft­be­las­tung, die Nut­zung des Gebäu­des, die erfor­der­li­che Zuluft­qua­li­tät, der Volu­men­strom, der zuläs­si­ge Druck­ver­lust und gege­be­nen­falls pro­zess- oder hygie­ne­be­ding­te Anfor­de­run­gen.

In der all­ge­mei­nen Raum­luft­tech­nik wer­den Par­ti­kel­fil­ter über­wie­gend nach DIN EN ISO 16890 klas­si­fi­ziert. Für hoch­ab­schei­den­de EPA‑, HEPA- und ULPA-Fil­ter gel­ten dage­gen ins­be­son­de­re DIN EN 1822 und die Nor­men­rei­he ISO 29463. Gas­för­mi­ge Schad­stof­fe erfor­dern zusätz­lich mole­ku­la­re Fil­ter­sys­te­me, bei­spiels­wei­se mit Aktiv­koh­le oder che­misch imprä­gnier­ten Sorp­ti­ons­me­di­en.

War­um Luft­fil­ter in RLT-Anla­gen erfor­der­lich sind

Ein Fil­ter über­nimmt in einer raum­luft­tech­ni­schen Anla­ge meh­re­re Funk­tio­nen. Er redu­ziert den Ein­trag von Staub, Pol­len, Ruß­par­ti­keln und wei­te­ren Aero­so­len, schützt Wär­me­über­tra­ger und Luft­lei­tun­gen vor Ver­schmut­zung und unter­stützt die Ein­hal­tung defi­nier­ter Anfor­de­run­gen an die Zuluft­qua­li­tät.

Dabei ist zwi­schen Personen‑, Anla­gen- und Pro­zess­schutz zu unter­schei­den. In einem Büro­ge­bäu­de steht in der Regel die hygie­nisch ein­wand­freie Ver­sor­gung der Auf­ent­halts­räu­me im Vor­der­grund. In Rechen­zen­tren muss zusätz­lich die Abla­ge­rung leit­fä­hi­ger oder kor­ro­si­ver Ver­un­rei­ni­gun­gen auf tech­ni­schen Kom­po­nen­ten begrenzt wer­den. In Rein­räu­men, phar­ma­zeu­ti­schen Berei­chen oder bestimm­ten medi­zi­ni­schen Anwen­dun­gen gel­ten noch­mals deut­lich höhe­re Anfor­de­run­gen an Par­ti­kel­ab­schei­dung, Dicht­heit und Über­wa­chung.

Die VDI 6022 betrach­tet RLT-Anla­gen ganz­heit­lich unter hygie­ni­schen Gesichts­punk­ten. Ihr grund­le­gen­des Schutz­ziel besteht dar­in, dass die Anla­ge die Qua­li­tät der zuge­führ­ten Luft nicht nach­tei­lig beein­flusst. Dazu gehö­ren eine hygie­nege­rech­te Pla­nung, Errich­tung, Instand­hal­tung und Kon­trol­le der Anla­ge.

Par­ti­kel­fil­ter nach DIN EN ISO 16890

Die DIN EN ISO 16890 klas­si­fi­ziert Fil­ter für die all­ge­mei­ne Raum­luft­tech­nik anhand ihrer Abschei­de­leis­tung gegen­über defi­nier­ten Fein­staub­frak­tio­nen. Sie ersetzt die frü­he­re allei­ni­ge Zuord­nung zu den Fil­ter­klas­sen G1 bis F9 nach EN 779 für neue Aus­le­gun­gen weit­ge­hend durch die pra­xis­nä­he­ren Grup­pen ISO Coar­se, ePM10, ePM2,5 und ePM1.

Die Nor­men­rei­he gilt für Par­ti­kel­luft­fil­ter der all­ge­mei­nen Raum­luft­tech­nik mit einer ePM1-Abschei­dung von höchs­tens 99 Pro­zent. Fil­ter mit noch höhe­rer Abschei­de­leis­tung wer­den nach ande­ren Prüf­ver­fah­ren, ins­be­son­de­re nach ISO 29463 bezie­hungs­wei­se DIN EN 1822, bewer­tet. Die nach ISO 16890 ermit­tel­ten Prüf­wer­te erlau­ben für sich allein kei­ne exak­te Vor­her­sa­ge der Stand­zeit oder des Abschei­de­ver­hal­tens unter rea­len Betriebs­be­din­gun­gen.

ISO Coar­se: Grob­staub­fil­ter

Fil­ter der Grup­pe ISO Coar­se schei­den vor allem grö­ße­re Par­ti­kel ab. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Insek­ten, Fasern, Pflan­zen­be­stand­tei­le und gro­ber mine­ra­li­scher Staub. Eine Ein­stu­fung in eine ePM-Grup­pe erfolgt nur, wenn der Fil­ter für die betref­fen­de Par­ti­kel­frak­ti­on den nor­ma­tiv erfor­der­li­chen Min­dest­ab­schei­de­grad erreicht.

Grob­staub­fil­ter wer­den typi­scher­wei­se als Vor­fil­ter ein­ge­setzt. Sie ent­las­ten nach­ge­schal­te­te Fein- oder Schweb­stoff­fil­ter und redu­zie­ren Ver­schmut­zun­gen an Ven­ti­la­to­ren, Wär­me­über­tra­gern und Schall­dämp­fern. Allein als letz­te Fil­ter­stu­fe sind sie für anspruchs­vol­le Zuluft­an­wen­dun­gen meist nicht aus­rei­chend.

Typi­sche Bau­for­men sind Fil­ter­mat­ten, Metall­ge­strick­fil­ter, Panel­fil­ter und ein­fa­che Fal­ten­fil­ter. Metal­li­sche Fil­ter kön­nen je nach Aus­füh­rung rei­nig­bar sein, wäh­rend faser­ba­sier­te Fil­ter­mat­ten in der Regel aus­ge­tauscht wer­den.

ePM10-Fil­ter

ePM10-Fil­ter sind auf die Abschei­dung von Par­ti­keln aus­ge­rich­tet, die der PM10-Frak­ti­on zuge­ord­net wer­den. Dazu gehö­ren grö­ße­re Fein­staub­par­ti­kel, Abrieb, Pol­len­frag­men­te und Tei­le mine­ra­li­scher oder orga­ni­scher Aero­so­le.

Luftfilter für Lüftungsanlage tauschen, ISO ePM10

Sie kom­men bei­spiels­wei­se als höher­wer­ti­ge Vor­fil­ter oder als Haupt­fil­ter in Anwen­dun­gen mit mode­ra­ten Anfor­de­run­gen an die Raum­luft­qua­li­tät zum Ein­satz. In einer zwei­stu­fi­gen Fil­tra­ti­on kön­nen sie eine nach­ge­schal­te­te ePM2,5- oder ePM1-Stu­fe wir­kungs­voll ent­las­ten.

Ob ein ePM10-Fil­ter als allei­ni­ge Zuluft­fil­ter­stu­fe genügt, darf nicht pau­schal ent­schie­den wer­den. Maß­geb­lich sind die Außen­luft­qua­li­tät, die vor­ge­se­he­ne Raum­ka­te­go­rie, die Belas­tung durch loka­le Emis­si­ons­quel­len und die pro­jekt­spe­zi­fi­schen Pla­nungs­vor­ga­ben.

ePM2,5‑Filter

Fil­ter der Grup­pe ePM2,5 erfas­sen einen rele­van­ten Anteil klei­ne­rer Fein­staub­par­ti­kel. Sie eig­nen sich ins­be­son­de­re für Gebäu­de, in denen eine erhöh­te Redu­zie­rung von Verkehrs‑, Ver­bren­nungs- oder Indus­trie­ae­ro­so­len erfor­der­lich ist.

Luftfilter für Lüftungsanlage tauschen, ISO ePM2.5

Typi­sche Ein­satz­be­rei­che sind Büro- und Ver­wal­tungs­ge­bäu­de, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Ver­kaufs­stät­ten, Hotels und ande­re Auf­ent­halts­be­rei­che. In stär­ker belas­te­ten inner­städ­ti­schen Lagen kön­nen sie als Vor- oder Haupt­fil­ter ver­wen­det wer­den. Häu­fig erfolgt die kon­kre­te Aus­wahl jedoch in Ver­bin­dung mit einer nach­ge­schal­te­ten ePM1-Stu­fe.

ePM1-Fil­ter

ePM1-Fil­ter wei­sen eine defi­nier­te Abschei­de­leis­tung gegen­über beson­ders klei­nen Par­ti­keln auf. Die­se Par­ti­kel­frak­ti­on ist für die tech­ni­sche Gebäu­de­aus­rüs­tung von beson­de­rer Bedeu­tung, da sie unter ande­rem fei­ne Ver­bren­nungs­ae­ro­so­le, Ruß­be­stand­tei­le und wei­te­re lun­gen­gän­gi­ge Par­ti­kel umfasst.

ePM1-Fil­ter wer­den häu­fig als letz­te Fil­ter­stu­fe der all­ge­mei­nen Raum­luft­tech­nik ein­ge­setzt. Typi­sche Anwen­dun­gen sind hoch­wer­ti­ge Büro- und Ver­wal­tungs­ge­bäu­de, medi­zi­nisch genutz­te Berei­che ohne spe­zi­fi­sche Rein­raum­an­for­de­rung, sen­si­ble Pro­duk­ti­ons­be­rei­che sowie Gebäu­de an ver­kehrs­rei­chen oder indus­tri­ell belas­te­ten Stand­or­ten.

ePM1 Filter, Taschenfilter und Kompaktfilter

Die voll­stän­di­ge Kenn­zeich­nung ent­hält zusätz­lich einen pro­zen­tua­len Wir­kungs­grad, bei­spiels­wei­se ISO ePM1 60 %. Der Pro­zent­wert darf nicht mit einer pau­scha­len Abschei­dung aller Par­ti­kel ver­wech­selt wer­den. Er bezieht sich auf die nach dem nor­ma­ti­ven Prüf­ver­fah­ren bestimm­te Wirk­sam­keit gegen­über der jewei­li­gen Fein­staub­frak­ti­on.

EPA‑, HEPA- und ULPA-Fil­ter

Für Anwen­dun­gen mit sehr hohen Anfor­de­run­gen an die Par­ti­kel­ab­schei­dung wer­den Schweb­stoff­fil­ter ein­ge­setzt. DIN EN 1822–1 unter­schei­det die Grup­pen EPA, HEPA und ULPA und behan­delt deren Klas­si­fi­ka­ti­on, Leis­tungs­prü­fung und Kenn­zeich­nung. Die Prü­fun­gen beru­hen auf der Abschei­dung im Bereich der Par­ti­kel­grö­ße mit dem höchs­ten Durch­lass­grad, der soge­nann­ten MPPS.

EPA-Fil­ter

EPA-Fil­ter der Klas­sen E10 bis E12 bie­ten eine höhe­re Par­ti­kel­ab­schei­dung als Fil­ter der all­ge­mei­nen Raum­luft­tech­nik. Sie kön­nen bei­spiels­wei­se in tech­ni­schen Pro­zes­sen, hoch­wer­ti­gen Luft­rei­ni­gungs­stu­fen oder spe­zi­el­len Anla­gen­kon­zep­ten ein­ge­setzt wer­den.

Luftfilter für Lüftungsanlage tauschen, EPA

Da bei EPA-Fil­tern nicht die­sel­ben Anfor­de­run­gen an die loka­le Leck­frei­heit wie bei HEPA-Fil­tern zugrun­de gelegt wer­den, dür­fen sie nicht ohne tech­ni­sche Prü­fung als Ersatz für eine gefor­der­te HEPA-Stu­fe ver­wen­det wer­den.

HEPA-Fil­ter

HEPA-Fil­ter der Klas­sen H13 und H14 wer­den ein­ge­setzt, wenn sehr hohe Abschei­de­gra­de und eine kon­trol­lier­te Fil­ter­in­te­gri­tät erfor­der­lich sind. Typi­sche Ein­satz­fel­der sind Rein­räu­me, phar­ma­zeu­ti­sche Pro­duk­tio­nen, Sicher­heits­werk­bän­ke, bestimm­te medi­zi­ni­sche Berei­che, Labor­an­wen­dun­gen und sen­si­ble Fer­ti­gungs­pro­zes­se.

Die kor­rek­te Fil­ter­klas­se allein gewähr­leis­tet noch kei­ne siche­re Gesamt­funk­ti­on. Eben­so wich­tig sind ein dich­tes Fil­ter­ge­häu­se, geeig­ne­te Dich­tun­gen, eine lecka­ge­ar­me Mon­ta­ge sowie gege­be­nen­falls eine Prü­fung des ein­ge­bau­ten Sys­tems. Eine unge­fil­ter­te Bypass­strö­mung kann die Wir­kung eines hoch­wer­ti­gen Fil­ter­ele­ments erheb­lich beein­träch­ti­gen.

ULPA-Fil­ter

ULPA-Fil­ter der Klas­sen U15 bis U17 errei­chen noch­mals höhe­re Abschei­de­leis­tun­gen. Sie wer­den über­wie­gend in hoch­sen­si­blen Rein­raum- und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen ein­ge­setzt, bei­spiels­wei­se in Tei­len der Mikro­elek­tro­nik, Halb­lei­ter­fer­ti­gung oder spe­zia­li­sier­ten For­schung.

In übli­chen Kom­fort­lüf­tungs­an­la­gen ist ihr Ein­satz tech­nisch und ener­ge­tisch meist nicht gerecht­fer­tigt. Der höhe­re Abschei­de­grad ist mit anspruchs­vol­len Anfor­de­run­gen an Gehäu­se, Dicht­heit, Prüf­ver­fah­ren und Druck­ver­lust­ma­nage­ment ver­bun­den.

Die inter­na­tio­na­le Nor­men­rei­he ISO 29463 behan­delt eben­falls hoch­ab­schei­den­de Fil­ter und Fil­ter­me­di­en. ISO 29463–1:2024 legt deren Klas­si­fi­ka­ti­on, Leis­tungs­be­wer­tung, Prü­fung und Kenn­zeich­nung fest.

Aktiv­koh­le- und Mole­ku­lar­fil­ter

Par­ti­kel­fil­ter ent­fer­nen kei­ne gas­för­mi­gen Schad­stof­fe in tech­nisch ver­läss­lich defi­nier­ter Wei­se. Gegen Gerü­che, Ozon, Schwe­fel­di­oxid, Stick­stoff­di­oxid, flüch­ti­ge orga­ni­sche Ver­bin­dun­gen oder kor­ro­si­ve Gase wer­den mole­ku­la­re Fil­ter benö­tigt.

Aktivkohlefilter Küchenabluftanlage tauschen

Aktiv­koh­le bin­det bestimm­te Mole­kü­le über­wie­gend durch Adsorp­ti­on an ihrer inne­ren Ober­flä­che. Für spe­zi­el­le Ziel­stof­fe kön­nen imprä­gnier­te Aktiv­koh­len oder ande­re che­mi­sche Sorp­ti­ons­me­di­en erfor­der­lich sein. Die Eig­nung hängt stark vom Schad­stoff, sei­ner Kon­zen­tra­ti­on, der rela­ti­ven Feuch­te, der Tem­pe­ra­tur, der Kon­takt­zeit und der Bela­dung des Medi­ums ab.

Mole­ku­lar­fil­ter wer­den unter ande­rem ein­ge­setzt:

  • an stark ver­kehrs­be­las­te­ten Außen­luft­an­sau­gun­gen,
  • in Flug­ha­fen­ge­bäu­den oder indus­tri­ell belas­te­ten Berei­chen,
  • zur Geruchs­min­de­rung,
  • zum Schutz emp­find­li­cher Elek­tro­nik vor kor­ro­si­ven Gasen,
  • in Muse­en, Archi­ven, Labo­ren und aus­ge­wähl­ten Pro­zess­be­rei­chen.

Die Nor­men­rei­he ISO 10121 beschreibt Prüf­ver­fah­ren für gas­för­mi­ge Luft­rei­ni­gungs­me­di­en und voll­stän­di­ge Fil­ter­ge­rä­te. ISO 10121–3 klas­si­fi­ziert Gerä­te zur Behand­lung belas­te­ter Außen­luft unter ande­rem anhand der Refe­renz­stof­fe Ozon, Schwe­fel­di­oxid, Stick­stoff­di­oxid und Toluol.

Fett- und Aero­so­l­ab­schei­der in Küchen­ab­luft­an­la­gen

Fil­ter in gewerb­li­chen Küchen erfül­len eine ande­re Auf­ga­be als nor­ma­le Zuluft­fil­ter. Sie sol­len Fett- und Ölae­ro­so­le aus der Abluft abschei­den und damit Abluft­lei­tun­gen, Ven­ti­la­to­ren und nach­ge­schal­te­te Kom­po­nen­ten ent­las­ten.

Die VDI 2052 als Stand der Technik für Küchenlüftungsanlagen

Ver­wen­det wer­den bei­spiels­wei­se Pral­l­ab­schei­der, Metall­ge­strick­fil­ter oder mehr­stu­fi­ge Aero­so­l­ab­schei­de­sys­te­me. Die­se Fil­ter müs­sen regel­mä­ßig gerei­nigt wer­den, da Fett­ab­la­ge­run­gen den Druck­ver­lust erhö­hen und die hygie­ni­sche sowie brand­schutz­tech­ni­sche Betriebs­si­cher­heit beein­träch­ti­gen kön­nen.

Ein Küchen­ab­luft­fil­ter ist daher nicht anhand einer ePM-Klas­se aus­zu­wäh­len. Maß­geb­lich sind das kon­kre­te Abluft­sys­tem, die Art der ther­mi­schen Gerä­te, die Fett- und Aero­sol­be­las­tung sowie die ein­schlä­gi­gen brand­schutz- und lüf­tungs­tech­ni­schen Vor­ga­ben.

Fil­ter für indus­tri­el­le Pro­zess­luft

Bei Schleif­staub, Schweiß­rauch, Ölne­bel, Holz­staub oder ande­ren pro­zess­be­ding­ten Emis­sio­nen rei­chen übli­che Fil­ter für raum­luft­tech­ni­sche Anla­gen häu­fig nicht aus. Pro­zess­luft­sys­te­me kön­nen unter ande­rem Patro­nen­fil­ter, Schlauch­fil­ter, elek­tro­sta­ti­sche Abschei­der, Nass­ab­schei­der oder spe­zi­ell aus­ge­leg­te Ölne­bel­ab­schei­der ent­hal­ten.

Die Aus­le­gung muss hier auf Grund­la­ge der Stoff­ei­gen­schaf­ten, Par­ti­kel­grö­ßen­ver­tei­lung, Kon­zen­tra­ti­on, Tem­pe­ra­tur, Feuch­te, Brand- und Explo­si­ons­ge­fahr sowie der zuläs­si­gen Emis­sio­nen erfol­gen. Bei brenn­ba­ren Stäu­ben sind zusätz­lich explo­si­ons­schutz­tech­ni­sche Anfor­de­run­gen zu berück­sich­ti­gen.

Pro­zess­luft­fil­tra­ti­on und all­ge­mei­ne Raum­luft­tech­nik soll­ten des­halb tech­nisch klar von­ein­an­der abge­grenzt wer­den. Ein nach ISO 16890 klas­si­fi­zier­ter Kom­fort­lüf­tungs­fil­ter ist nicht auto­ma­tisch für hohe Staub­kon­zen­tra­tio­nen oder gefähr­li­che Arbeits­stof­fe geeig­net.

Typi­sche Fil­ter­bau­for­men

Die Fil­ter­klas­se beschreibt die Abschei­de­leis­tung, nicht die kon­struk­ti­ve Aus­füh­rung. Ein ver­gleich­ba­rer Abschei­de­grad kann daher mit unter­schied­li­chen Bau­for­men rea­li­siert wer­den.

Taschen­fil­ter

Taschen­fil­ter bie­ten eine gro­ße Fil­ter­flä­che und wer­den häu­fig in zen­tra­len RLT-Gerä­ten ein­ge­setzt. Abhän­gig vom Medi­um sind sie als Vor- oder Haupt­fil­ter erhält­lich. Bei der Mon­ta­ge ist dar­auf zu ach­ten, dass sich die Taschen frei ent­fal­ten kön­nen und nicht an Gehäu­se­tei­len anlie­gen.

Kom­pakt­fil­ter

Kom­pakt­fil­ter besit­zen eine hohe Fil­ter­flä­che bei gerin­ger Bau­tie­fe. Sie wer­den häu­fig als hoch­wer­ti­ge Fein­fil­ter oder in Anla­gen mit begrenz­tem Ein­bau­raum ein­ge­setzt. Star­re Gehäu­se und defi­nier­te Dicht­flä­chen erleich­tern eine kon­trol­lier­te Mon­ta­ge.

Kas­set­ten- und Panel­fil­ter

Die­se Bau­for­men sind kom­pakt und in vie­len Abmes­sun­gen ver­füg­bar. Sie eig­nen sich je nach Fil­ter­me­di­um als Vor­fil­ter, Grob­staub­fil­ter oder Fein­fil­ter. Bei klei­nen Fil­ter­flä­chen kann der Druck­ver­lust jedoch schnel­ler anstei­gen.

Fil­ter­mat­ten

Fil­ter­mat­ten wer­den über­wie­gend für ein­fa­che Vor­fil­tra­ti­ons­auf­ga­ben genutzt. Zuschnitt, Fixie­rung und Abdich­tung müs­sen so aus­ge­führt sein, dass kei­ne Bypass­strö­mung ent­steht. Lose ein­ge­leg­te oder schlecht befes­tig­te Mat­ten kön­nen sich ver­for­men und ihre Schutz­wir­kung ver­lie­ren.

Ein­stu­fi­ge oder mehr­stu­fi­ge Fil­tra­ti­on?

Eine mehr­stu­fi­ge Fil­tra­ti­on ist sinn­voll, wenn ein kos­ten­güns­ti­ge­rer Vor­fil­ter die nach­ge­schal­te­te, höher­wer­ti­ge Fil­ter­stu­fe vor gro­ber Ver­schmut­zung schützt. Dadurch kann sich die wirt­schaft­lich nutz­ba­re Stand­zeit des Haupt­fil­ters ver­län­gern.

Ein typi­sches Kon­zept besteht bei­spiels­wei­se aus einer ISO-Coar­se- oder ePM10-Vor­stu­fe und einer nach­ge­schal­te­ten ePM1-Stu­fe. Die kon­kre­te Kom­bi­na­ti­on darf jedoch nicht sche­ma­tisch fest­ge­legt wer­den. Sie muss unter Berück­sich­ti­gung des ver­füg­ba­ren Ein­bau­raums, der Druck­ver­lust­re­ser­ve, der Außen­luft­be­las­tung und der gefor­der­ten Zuluft­qua­li­tät geplant wer­den.

Bei HEPA-Sys­te­men ist in der Regel eine aus­rei­chen­de Vor­fil­tra­ti­on erfor­der­lich. Ohne Vor­fil­ter wür­de sich der hoch­wer­ti­ge Schweb­stoff­fil­ter schnel­ler bela­den, wodurch Druck­ver­lust, Ener­gie­be­darf und Wech­sel­häu­fig­keit stei­gen kön­nen.

Aus­wahl­kri­te­ri­en für die Pra­xis

Bei der Aus­wahl der Luft­fil­ter für die Lüf­tungs­an­la­ge soll­ten Tech­ni­ker min­des­tens fol­gen­de Fak­to­ren bewer­ten:

  • Par­ti­kel- und Gas­be­las­tung der Außen- oder Umluft,
  • gefor­der­te Raum- bezie­hungs­wei­se Pro­zess­luft­qua­li­tät,
  • Nenn­vo­lu­men­strom und Anström­ge­schwin­dig­keit,
  • Anfangs- und End­druck­ver­lust,
  • ver­füg­ba­re Ven­ti­la­tor­re­ser­ve,
  • Staub­spei­cher­ver­mö­gen und erwar­te­te Stand­zeit,
  • Dicht­heit des Fil­ter­sit­zes und des Gehäu­ses,
  • Zugäng­lich­keit für Inspek­ti­on und Wech­sel,
  • Feuch­te- und Tem­pe­ra­tur­be­stän­dig­keit,
  • Ent­sor­gungs- und Arbeits­schutz­an­for­de­run­gen.

Ein Fil­ter mit sehr hoher Abschei­de­leis­tung ist nicht auto­ma­tisch die bes­te Lösung. Ein über­di­men­sio­nier­ter Abschei­de­grad kann zu unnö­ti­gem Druck­ver­lust und erhöh­tem Ener­gie­ver­brauch füh­ren. Ein zu nied­rig gewähl­ter Abschei­de­grad kann dage­gen Anla­gen­kom­po­nen­ten, Raum­luft­qua­li­tät oder Pro­zes­se unzu­rei­chend schüt­zen.

Druck­ver­lust und Ener­gie­ef­fi­zi­enz

Der Fil­ter­druck­ver­lust ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Ener­gie­be­darfs einer RLT-Anla­ge. Er steigt in der Regel mit zuneh­men­der Staub­be­la­dung. Der Ven­ti­la­tor muss die zusätz­li­che Druck­dif­fe­renz über­win­den, um den erfor­der­li­chen Volu­men­strom auf­recht­zu­er­hal­ten.

Für die Bewer­tung reicht des­halb der Anfangs­druck­ver­lust allein nicht aus. Zu berück­sich­ti­gen sind der Druck­ver­lust­ver­lauf über die Nut­zungs­dau­er, das Staub­spei­cher­ver­mö­gen und der fest­ge­leg­te End­druck­ver­lust. Ein Fil­ter mit nied­ri­gem Anfangs­druck­ver­lust kann im Betrieb ungüns­tig sein, wenn sein Wider­stand schnell ansteigt.

Fil­ter­wech­sel soll­ten nicht aus­schließ­lich nach einem star­ren Kalen­der erfol­gen. Sinn­voll ist eine Kom­bi­na­ti­on aus regel­mä­ßi­ger hygie­ni­scher Sicht­kon­trol­le, Dif­fe­renz­druck­über­wa­chung, Betriebs­dau­er, Umge­bungs­be­las­tung und Her­stel­ler­vor­ga­ben.

Hygie­ne, Lage­rung und Fil­ter­wech­sel

Fil­ter dür­fen nicht erst im ein­ge­bau­ten Zustand hygie­nisch betrach­tet wer­den. Bereits Trans­port und Lage­rung müs­sen tro­cken, sau­ber und vor Beschä­di­gun­gen geschützt erfol­gen. Durch­feuch­te­te, mikro­biell auf­fäl­li­ge oder mecha­nisch beschä­dig­te Fil­ter dür­fen nicht wei­ter­ver­wen­det wer­den.

Vor dem Fil­ter­wech­sel soll­te die Anla­ge gegen unbe­ab­sich­tig­tes Anlau­fen gesi­chert wer­den. Je nach Belas­tung sind geeig­ne­te per­sön­li­che Schutz­maß­nah­men erfor­der­lich. Beim Aus­bau ist dar­auf zu ach­ten, dass abge­schie­de­ner Staub nicht unnö­tig frei­ge­setzt oder in den Rein­luft­be­reich ver­schleppt wird.

Nach dem Ein­set­zen müs­sen Fil­ter­la­ge, Strö­mungs­rich­tung, Dicht­flä­chen und Spann­vor­rich­tun­gen kon­trol­liert wer­den. Die Fil­ter­kam­mer soll­te sau­ber, tro­cken und frei von Kor­ro­si­on oder Abla­ge­run­gen sein. Datum, Fil­ter­typ, Klas­si­fi­zie­rung, Dif­fe­renz­druck und fest­ge­stell­te Auf­fäl­lig­kei­ten soll­ten nach­voll­zieh­bar doku­men­tiert wer­den.

Die hygie­ni­sche Instand­hal­tung betrifft nicht nur das Fil­ter­ele­ment, son­dern das gesam­te Umfeld der Fil­ter­stu­fe. Defek­te Dich­tun­gen, ver­schmutz­te Fil­ter­rah­men oder Undich­tig­kei­ten im Gehäu­se kön­nen die Wirk­sam­keit selbst eines hoch­wer­ti­gen Fil­ters erheb­lich min­dern.

Über­sicht der wich­tigs­ten Fil­ter­ar­ten

Luft­fil­ter unter­schei­den sich nach ihrer Abschei­de­leis­tung, ihrem Ein­satz­zweck und ihrer Bau­form. Die Fil­ter­klas­se beschreibt dabei die Abschei­de­leis­tung und nicht die kon­struk­ti­ve Aus­füh­rung.

Fil­ter­grup­pen, Abschei­de­zie­le, typi­sche Anwen­dun­gen und Bau­for­men
Fil­ter­art Abschei­de­ziel Typi­scher Ein­satz Häu­fi­ge Bau­for­men
ISO Coar­se Insek­ten, Fasern, Pflan­zen­be­stand­tei­le und gro­ber Staub Vor­fil­ter zum Schutz nach­ge­schal­te­ter Fil­ter, Ven­ti­la­to­ren und Wär­me­über­tra­ger Fil­ter­mat­te, Panel­fil­ter, Metall­ge­strick­fil­ter und Fal­ten­fil­ter
ISO ePM10 Grö­be­re Fein­staub­par­ti­kel, Abrieb, Pol­len­frag­men­te und mine­ra­li­sche Aero­so­le Höher­wer­ti­ger Vor­fil­ter oder Haupt­fil­ter bei mode­ra­ten Anfor­de­run­gen Taschen­fil­ter, Kom­pakt­fil­ter und Kas­set­ten­fil­ter
ISO ePM2,5 Klei­ne­re Fein­staub­par­ti­kel sowie Verkehrs‑, Ver­bren­nungs- und Indus­trie­ae­ro­so­le Büro­ge­bäu­de, Schu­len, Hotels, Ver­kaufs­stät­ten und Gebäu­de in belas­te­ten Innen­stadt­la­gen Taschen­fil­ter, Kom­pakt­fil­ter und Fal­ten­fil­ter
ISO ePM1 Beson­ders klei­ne, lun­gen­gän­gi­ge Par­ti­kel sowie fei­ne Ver­bren­nungs­ae­ro­so­le und Ruß­be­stand­tei­le Letz­te Fil­ter­stu­fe hoch­wer­ti­ger RLT-Anla­gen und sen­si­ble Nut­zungs­be­rei­che Taschen­fil­ter, Kom­pakt­fil­ter und Kas­set­ten­fil­ter
EPA E10–E12 Sehr klei­ne Par­ti­kel mit höhe­rer Abschei­de­leis­tung als Fil­ter der all­ge­mei­nen Raum­luft­tech­nik Tech­ni­sche Pro­zes­se und spe­zi­el­le Luft­rei­ni­gungs­an­la­gen Kom­pakt- und Kas­set­ten­fil­ter
HEPA H13–H14 Schweb­stof­fe und sehr klei­ne Par­ti­kel bei kon­trol­lier­ter Fil­ter­in­te­gri­tät Rein­räu­me, Phar­ma­in­dus­trie, Labo­re, Sicher­heits­werk­bän­ke und aus­ge­wähl­te medi­zi­ni­sche Berei­che Schweb­stoff­fil­ter­kas­set­ten und end­stän­di­ge Fil­ter­mo­du­le
ULPA U15–U17 Extrem hohe Abschei­dung kleins­ter Par­ti­kel Hoch­sen­si­ble Rein­räu­me, Mikro­elek­tro­nik, Halb­lei­ter­fer­ti­gung und spe­zia­li­sier­te For­schung Spe­zi­el­le end­stän­di­ge Fil­ter­mo­du­le
Aktiv­koh­le- und Mole­ku­lar­fil­ter Gerü­che und gas­för­mi­ge Schad­stof­fe wie Ozon, Stick­stoff­di­oxid, Schwe­fel­di­oxid oder VOC Belas­te­te Außen­luft, Indus­trie, Flug­hä­fen, Muse­en, Archi­ve und Labo­re Aktiv­koh­le­kas­set­ten, Patro­nen, Schütt­bett- und Kom­bi­na­ti­ons­fil­ter
Fett- und Aero­so­l­ab­schei­der Fett- und Ölae­ro­so­le aus gewerb­li­cher Küchen­ab­luft Dunst­ab­zugs­hau­ben und Küchen­ab­luft­an­la­gen Pral­l­ab­schei­der, Metall­ge­strick­fil­ter und mehr­stu­fi­ge Abschei­de­sys­te­me
Pro­zess­luft­fil­ter Schleif­staub, Schweiß­rauch, Ölne­bel, Holz­staub und wei­te­re Pro­zes­se­mis­sio­nen Industrie‑, Absaug- und Pro­duk­ti­ons­an­la­gen Patro­nen­fil­ter, Schlauch­fil­ter, Elek­tro­fil­ter, Nass- und Ölne­bel­ab­schei­der

Hin­weis: Die frü­he­ren Klas­sen G1 bis G4, M5 bis M6 und F7 bis F9 nach EN 779 wur­den in der all­ge­mei­nen Raum­luft­tech­nik durch DIN EN ISO 16890 abge­löst. Eine exak­te direk­te Umrech­nung ist wegen der unter­schied­li­chen Prüf­ver­fah­ren nicht mög­lich.

Häu­fig gestell­te Fra­gen

1. Wel­che Luft­fil­ter wer­den in nor­ma­len Lüf­tungs­an­la­gen ein­ge­setzt?

In übli­chen Kom­fort­lüf­tungs­an­la­gen wer­den über­wie­gend Par­ti­kel­fil­ter nach DIN EN ISO 16890 ver­wen­det. Je nach Außen­luft­be­las­tung und gewünsch­ter Zuluft­qua­li­tät kom­men ISO-Coar­se‑, ePM10‑, ePM2,5- oder ePM1-Fil­ter zum Ein­satz.

2. Was bedeu­tet ISO ePM1 60 %?

Die Bezeich­nung bedeu­tet, dass der Fil­ter nach dem Prüf- und Bewer­tungs­ver­fah­ren der ISO 16890 einen gemit­tel­ten Wir­kungs­grad von 60 Pro­zent für die ePM1-Frak­ti­on erreicht. Sie bedeu­tet nicht, dass jedes ein­zel­ne Par­ti­kel unter einem Mikro­me­ter zu 60 Pro­zent abge­schie­den wird.

3. Sind die alten Fil­ter­klas­sen G4, M5 oder F7 noch gül­tig?

Die frü­her ver­brei­te­te Klas­si­fi­zie­rung nach EN 779 wur­de für die all­ge­mei­ne Raum­luft­tech­nik durch die Klas­si­fi­zie­rung nach ISO 16890 abge­löst. Eine exak­te direk­te Umrech­nung ist nicht mög­lich, da Prüf­ver­fah­ren und Bewer­tungs­grund­la­gen unter­schied­lich sind.

4. Wann benö­tigt eine Anla­ge einen HEPA-Fil­ter?

Ein HEPA-Fil­ter wird benö­tigt, wenn das Nut­zungs­kon­zept, der Pro­zess oder eine kon­kre­te Vor­schrift eine sehr hohe Par­ti­kel­ab­schei­dung und kon­trol­lier­te Fil­ter­in­te­gri­tät erfor­dert. Bei­spie­le sind bestimm­te Rein­räu­me, phar­ma­zeu­ti­sche Pro­zes­se, Labor­be­rei­che und aus­ge­wähl­te medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen.

5. Ent­fernt ein HEPA-Fil­ter auch Gerü­che und Gase?

Nein. HEPA-Fil­ter sind Par­ti­kel­fil­ter. Für Gerü­che und gas­för­mi­ge Schad­stof­fe wer­den geeig­ne­te Mole­ku­lar­fil­ter benö­tigt, bei­spiels­wei­se Aktiv­koh­le oder che­misch imprä­gnier­te Sorp­ti­ons­me­di­en.

6. Wann ist eine zwei­stu­fi­ge Fil­te­rung sinn­voll?

Eine zwei­stu­fi­ge Fil­tra­ti­on ist sinn­voll, wenn ein Vor­fil­ter die höher­wer­ti­ge Haupt­fil­ter­stu­fe vor gro­ber Ver­schmut­zung schüt­zen soll. Dies kann die Stand­zeit der Haupt­stu­fe ver­län­gern und die Betriebs­si­cher­heit ver­bes­sern.

7. Wann muss ein Lüf­tungs­fil­ter gewech­selt wer­den?

Ein Wech­sel ist erfor­der­lich, wenn der zuläs­si­ge End­druck­ver­lust erreicht ist, hygie­ni­sche Auf­fäl­lig­kei­ten bestehen, der Fil­ter beschä­digt oder durch­feuch­tet ist oder die fest­ge­leg­ten War­tungs- bezie­hungs­wei­se Her­stel­ler­vor­ga­ben dies ver­lan­gen. Ein rein kalen­da­ri­scher Wech­sel­ter­min reicht als ein­zi­ges Kri­te­ri­um häu­fig nicht aus.

8. Kann ein Fil­ter gerei­nigt und erneut ein­ge­setzt wer­den?

Nur Fil­ter, die kon­struk­tiv und vom Her­stel­ler aus­drück­lich als rei­nig­bar vor­ge­se­hen sind, dür­fen ent­spre­chend auf­be­rei­tet wer­den. Ein­weg­fil­ter aus Faser­me­di­en soll­ten nicht abge­saugt, aus­ge­klopft oder aus­ge­wa­schen wer­den, da dadurch Medi­um, Dich­tung und Abschei­de­leis­tung beein­träch­tigt wer­den kön­nen.

9. War­um ist eine Fil­ter­dich­tung so wich­tig?

Luft nimmt den Weg des gerings­ten Wider­stands. Bei undich­ten Dicht­flä­chen kann ein Teil des Volu­men­stroms unge­fil­tert am Fil­ter vor­bei­strö­men. Dadurch kann die Gesamt­ab­schei­dung der Anla­ge deut­lich unter der Leis­tung des Fil­ter­ele­ments lie­gen.

10. Reicht die Fil­ter­klas­se für die Aus­schrei­bung aus?

Nein. Zusätz­lich soll­ten min­des­tens Abmes­sun­gen, Nenn­vo­lu­men­strom, Anfangs- und zuläs­si­ger End­druck­ver­lust, Dich­tungs­art, mecha­ni­sche Aus­füh­rung, Tem­pe­ra­tur- und Feuch­te­be­stän­dig­keit, Prüf­grund­la­ge sowie Doku­men­ta­ti­ons­an­for­de­run­gen fest­ge­legt wer­den.

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Luft­fil­ter für die Lüf­tungs­an­la­ge: Arten, Fil­ter­klas­sen und typi­sche Ein­satz­be­rei­che

Luftfilter für Lüftungsanlage tauschen, ISO ePM10

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