Ergeb­nis­se der Luft­keim­mes­sung in der Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on ver­ste­hen

Luftkeimmessung Hefepilze Bäckerei

Die Bedeu­tung von Luft­keim­mes­sun­gen in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie wächst ste­tig. Wäh­rend Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se immer effi­zi­en­ter und hygie­ni­scher gestal­tet wer­den, gerät ein ent­schei­den­der Fak­tor oft in den Hin­ter­grund: die Luft. Dabei kann sie unbe­merkt gro­ße Men­gen an Mikro­or­ga­nis­men trans­por­tie­ren und so die Pro­dukt­si­cher­heit sowie die Halt­bar­keit von Lebens­mit­teln beein­flus­sen.

Genau des­halb set­zen immer mehr Unter­neh­men auf eine regel­mä­ßi­ge Über­wa­chung der Luft­qua­li­tät und auf Hygie­neinspek­tio­nen ihrer raum­luft­tech­ni­schen Anla­gen. So las­sen sich mikro­bio­lo­gi­sche Risi­ken früh­zei­tig erken­nen, bevor sie zu Qua­li­täts­pro­ble­men, Rekla­ma­tio­nen oder sogar Gesund­heits­ge­fah­ren füh­ren. Beson­ders dort, wo Lebens­mit­tel offen ver­ar­bei­tet wer­den, ist die Kon­trol­le der Raum­luft längst ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil moder­ner Hygie­ne­kon­zep­te.

War­um Luft­qua­li­tät in Lebens­mit­tel­be­trie­ben so wich­tig ist

Mikro­or­ga­nis­men gelan­gen auf unter­schied­lichs­ten Wegen in die Pro­duk­ti­ons­um­ge­bung: über Mit­ar­bei­ter, Roh­stof­fe, Ver­pa­ckun­gen, die Außen­luft oder tech­ni­sche Anla­gen. Doch nicht jeder nach­ge­wie­se­ne Keim ist auto­ma­tisch pro­ble­ma­tisch. Ent­schei­dend ist viel­mehr, um wel­che Orga­nis­men es sich han­delt, in wel­cher Kon­zen­tra­ti­on sie auf­tre­ten und woher sie stam­men.

Kri­tisch wird es vor allem dann, wenn Mikro­or­ga­nis­men Lebens­mit­tel kon­ta­mi­nie­ren, deren Halt­bar­keit ver­kür­zen oder auf hygie­ni­sche Schwach­stel­len in der Lüf­tungs­an­la­ge hin­wei­sen. Des­halb soll­te die Ent­schei­dung, Luft­kei­me mes­sen zu las­sen, immer im Zusam­men­hang mit den jewei­li­gen Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen betrach­tet wer­den – von der Fil­ter­tech­nik über den Luft­wech­sel bis hin zu den spe­zi­fi­schen Hygie­ne­an­for­de­run­gen des Betriebs.

Häu­fig nach­ge­wie­se­ne Bak­te­ri­en bei Luft­keim­mes­sun­gen

Sta­phy­lo­coc­cus aureus

Luftkeimmessung Staphylokokken

Sta­phy­lo­coc­cus aureus gelangt meist direkt über den Men­schen in Pro­duk­ti­ons­be­rei­che. Haut­schup­pen, Klei­dung oder die Atem­luft rei­chen bereits aus, um den Keim zu ver­brei­ten. Beson­ders in Berei­chen mit vie­len Mit­ar­bei­tern kön­nen erhöh­te Kon­zen­tra­tio­nen auf­tre­ten.

Für Her­stel­ler von Back­wa­ren, Fleisch­pro­duk­ten oder ver­zehr­fer­ti­gen Spei­sen ist die­ser Keim beson­ders rele­vant, da bestimm­te Stäm­me Lebens­mit­tel­ver­gif­tun­gen ver­ur­sa­chen kön­nen.

Lis­te­ria mono­cy­to­ge­nes

Luftkeimmessung Listerien

Lis­te­ri­en gehö­ren zu den gefürch­tets­ten Krank­heits­er­re­gern der Lebens­mit­tel­in­dus­trie. Sie kön­nen sich über Aero­so­le, Staub­par­ti­kel oder kon­ta­mi­nier­te Ober­flä­chen ver­brei­ten und stel­len ins­be­son­de­re für Mol­ke­rei­en, Fleisch­ver­ar­bei­ter und Her­stel­ler von Rea­dy-to-Eat-Pro­duk­ten ein ernst­zu­neh­men­des Risi­ko dar.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit ver­die­nen Kühl­be­rei­che. Anders als vie­le ande­re Bak­te­ri­en kön­nen sich Lis­te­ri­en auch bei nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren ver­meh­ren und dadurch lan­ge unent­deckt blei­ben.

Bacil­lus-Arten

Luftkeimmessung Bacillus

Bacil­lus-Arten sind wah­re Über­le­bens­künst­ler. Ihre wider­stands­fä­hi­gen Spo­ren über­ste­hen selbst schwie­ri­ge Umwelt­be­din­gun­gen und wer­den häu­fig in Staub­ab­la­ge­run­gen inner­halb von Lüf­tungs­sys­te­men gefun­den. Wer­den erhöh­te Kon­zen­tra­tio­nen fest­ge­stellt, deu­tet dies oft auf ver­schmutz­te Kanä­le oder unzu­rei­chen­de Rei­ni­gungs­in­ter­val­le hin.

Vor allem in Müh­len, Bäcke­rei­en, der Gewürz­ver­ar­bei­tung und bei der Her­stel­lung von Tro­cken­pro­duk­ten tre­ten die­se Mikro­or­ga­nis­men regel­mä­ßig auf.

Pseu­do­mo­nas-Arten

Luftkeimmessung Pseudomonas

Tau­chen Pseu­do­mo­na­den in Luft­keim­mes­sun­gen auf, lohnt sich ein genau­er Blick auf mög­li­che Feuch­tig­keits­quel­len. Die­se Bak­te­ri­en bevor­zu­gen feuch­te Umge­bun­gen und bil­den häu­fig Bio­fil­me. Ihr Nach­weis kann auf ver­schmutz­te Kon­den­sat­wan­nen, ste­hen­des Was­ser oder unzu­rei­chend gewar­te­te Befeuch­tungs­sys­te­me hin­wei­sen.

Schim­mel­pil­ze als Indi­ka­tor für hygie­ni­sche Schwach­stel­len

Schim­mel­pil­ze sind oft ein deut­li­ches Warn­si­gnal. Sie wei­sen nicht nur auf Feuch­tig­keits­pro­ble­me hin, son­dern kön­nen auch die Pro­dukt­qua­li­tät erheb­lich beein­träch­ti­gen.

Asper­gil­lus-Arten

Luftkeimmessung Aspergillus

Asper­gil­lus zählt zu den häu­figs­ten Schim­mel­pil­zen in Lüf­tungs­an­la­gen. Feuch­te Fil­ter, Wär­me­tau­scher oder Befeuch­ter bie­ten idea­le Bedin­gun­gen für sein Wachs­tum. Neben mög­li­chen gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen wie All­er­gien oder Atem­wegs­be­schwer­den kann Asper­gil­lus zahl­rei­che Lebens­mit­tel­grup­pen kon­ta­mi­nie­ren – von Getrei­de über Gewür­ze bis hin zu Tro­cken­pro­duk­ten.

Peni­cil­li­um-Arten

Luftkeimmessung Penicillium

Peni­cil­li­en wer­den häu­fig auf feuch­ten Fil­tern oder in schlecht trock­nen­den Anla­gen­be­rei­chen gefun­den. Oft machen sie sich zunächst durch einen muf­fi­gen Geruch bemerk­bar. Eini­ge Arten kön­nen zudem Myko­to­xi­ne bil­den und dadurch die Pro­dukt­si­cher­heit beein­träch­ti­gen.

Cla­do­spo­ri­um-Arten

Luftkeimmessung Sporen

Cla­do­spo­ri­um gehört zu den häu­figs­ten Schim­mel­pil­zen der Außen­luft. Gelan­gen sei­ne Spo­ren auf­grund einer unzu­rei­chen­den Fil­tra­ti­on in Pro­duk­ti­ons­räu­me, kön­nen Qua­li­täts­pro­ble­me bei Lebens­mit­teln sowie all­er­gi­sche Reak­tio­nen bei Mit­ar­bei­tern die Fol­ge sein.

Hefen als Ursa­che für Pro­dukt­ver­derb

Luftkeimmessung Hefepilze Bäckerei

Bei mikro­bio­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen der Raum­luft wer­den regel­mä­ßig Hefen nach­ge­wie­sen. Beson­ders häu­fig tre­ten Ver­tre­ter der Gat­tun­gen Can­di­da und Sac­ch­aro­my­ces auf.

Auch wenn sie meist kein unmit­tel­ba­res Gesund­heits­ri­si­ko dar­stel­len, kön­nen sie erheb­li­che wirt­schaft­li­che Schä­den ver­ur­sa­chen. Gelan­gen sie auf emp­find­li­che Pro­duk­te, lösen sie uner­wünsch­te Fer­men­ta­ti­ons­pro­zes­se aus, die Geschmack, Geruch und Halt­bar­keit nega­tiv beein­flus­sen.

Kri­ti­sche Berei­che inner­halb von Lüf­tungs­an­la­gen mit der Luft­keim­mes­sung auf­de­cken

Bei Hygie­neinspek­tio­nen nach VDI 6022 zei­gen sich bestimm­te Schwach­stel­len immer wie­der. Beson­ders anfäl­lig sind Berei­che, in denen Feuch­tig­keit und Abla­ge­run­gen zusam­men­tref­fen.

Dazu gehö­ren Befeuch­terkam­mern, in denen dau­er­haft hohe Luft­feuch­tig­keit herrscht, eben­so wie Trop­fen­ab­schei­der und Kon­den­sat­wan­nen, in denen sich Was­ser sam­meln kann. Auch Wär­me­rück­ge­win­nungs­sys­te­me bie­ten bei Ver­schmut­zun­gen idea­le Bedin­gun­gen für mikro­biel­les Wachs­tum.

Ein wei­te­rer kri­ti­scher Punkt sind Fil­ter­stu­fen. Wer­den sie über­las­tet oder beschä­digt, ver­lie­ren sie ihre Schutz­wir­kung und las­sen Kei­me in sen­si­ble Pro­duk­ti­ons­be­rei­che gelan­gen. Selbst still­ge­leg­te Kanal­ab­schnit­te kön­nen pro­ble­ma­tisch sein, da sich dort Staub ansam­melt und Mikro­or­ga­nis­men unge­stört ver­meh­ren kön­nen.

Was ver­rät eine erhöh­te Keim­zahl bei der Luft­keim­mes­sung über die Lüf­tungs­leis­tung?

Erhöh­te Keim­zah­len bedeu­ten nicht zwangs­läu­fig, dass eine Lüf­tungs­an­la­ge ver­schmutzt ist. Häu­fig liegt die Ursa­che in einem unzu­rei­chen­den Luft­wech­sel. Dann sam­meln sich Mikro­or­ga­nis­men wie Sta­phy­lo­kok­ken, Schim­mel­spo­ren oder Hefen zuneh­mend in der Raum­luft an.

Oft steigt gleich­zei­tig auch die CO₂-Kon­zen­tra­ti­on. Die Fol­gen rei­chen von Geruchs­pro­ble­men und Kon­den­sat­bil­dung bis hin zu Kreuz­kon­ta­mi­na­tio­nen von Lebens­mit­teln. Auch Mit­ar­bei­ter bemer­ken die Aus­wir­kun­gen häu­fig durch Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten, gereiz­te Atem­we­ge oder Kopf­schmer­zen.

Des­halb soll­te das Mes­sen von Luft­kei­men nie­mals iso­liert betrach­tet wer­den. Erst die Kom­bi­na­ti­on aus mikro­bio­lo­gi­scher Unter­su­chung und tech­ni­scher Bewer­tung der Lüf­tungs­leis­tung lie­fert ein voll­stän­di­ges Bild.

Wel­che Mikro­or­ga­nis­men wer­den am häu­figs­ten nach­ge­wie­sen?

In der Pra­xis begeg­nen Lebens­mit­tel­be­trie­be bei Luft­keim­mes­sun­gen immer wie­der den­sel­ben Orga­nis­men­grup­pen. Beson­ders häu­fig wer­den Bacil­lus-Arten, Sta­phy­lo­kok­ken, Asper­gil­lus- und Peni­cil­li­um-Arten, Hefen sowie Cla­do­spo­ri­um nach­ge­wie­sen.

Wich­tig ist jedoch: Eine erhöh­te Keim­zahl allein beweist noch kei­nen Hygie­ne­man­gel. Erst eine sorg­fäl­ti­ge Ursa­chen­ana­ly­se zeigt, ob die Belas­tung durch Mit­ar­bei­ter, Pro­duk­te, Feuch­tig­keits­ein­trä­ge oder Schwach­stel­len in der Lüf­tungs­an­la­ge ver­ur­sacht wird. Genau die­se Ein­ord­nung ent­schei­det dar­über, wel­che Maß­nah­men tat­säch­lich sinn­voll und not­wen­dig sind.

An einem Bei­spiel ver­deut­li­chen wir ein­mal die Aus­wir­kun­gen von Kei­men in der Luft

Pra­xis­bei­spiel aus der Fer­tig-Food-Pro­duk­ti­on: Wie Luft­kei­me die Pro­dukt­si­cher­heit beein­flus­sen kön­nen und die Luft­keim­mes­sung ein Früh­warn­sys­tem sein kann

Ein Her­stel­ler von ver­zehr­fer­ti­gen Sala­ten und gekühl­ten Con­ve­ni­ence-Pro­duk­ten bemerk­te wie­der­holt ver­kürz­te Halt­bar­keits­zei­ten ein­zel­ner Char­gen. Die Pro­duk­te zeig­ten bereits meh­re­re Tage vor Ablauf des Min­dest­halt­bar­keits­da­tums sen­so­ri­sche Auf­fäl­lig­kei­ten wie ver­än­der­ten Geruch, ver­mehr­te Flüs­sig­keits­bil­dung in der Ver­pa­ckung und ers­te Anzei­chen mikro­biel­len Wachs­tums.

Fleischverarbeitung Luftkeime

Im Rah­men einer Ursa­chen­ana­ly­se wur­den Luft­keim­mes­sun­gen, Hygie­neinspek­tio­nen der raum­luft­tech­ni­schen Anla­ge sowie Unter­su­chun­gen der Pro­duk­ti­ons­um­ge­bung durch­ge­führt. Dabei zeig­te sich, dass die Lüf­tungs­an­la­ge zwar tech­nisch funk­ti­ons­tüch­tig war, jedoch in einem Bereich der Wär­me­rück­ge­win­nung sowie an einer Kon­den­sat­wan­ne erhöh­te Feuch­tig­keits­be­las­tun­gen vor­la­gen. Zusätz­lich wur­de ein ver­schmutz­ter Fil­ter fest­ge­stellt, des­sen Abschei­de­leis­tung bereits deut­lich redu­ziert war.

Die mikro­bio­lo­gi­sche Unter­su­chung der Raum­luft ergab erhöh­te Kon­zen­tra­tio­nen von Bacil­lus-Arten, Hefen sowie Schim­mel­pil­zen der Gat­tun­gen Asper­gil­lus und Peni­cil­li­um. Gleich­zei­tig wur­den in der Nähe der offe­nen Ver­pa­ckungs­li­nie erhöh­te Keim­zah­len nach­ge­wie­sen.

Die Ursa­che lag in einer Kom­bi­na­ti­on meh­re­rer Fak­to­ren. Durch die Feuch­tig­keit in der Lüf­tungs­an­la­ge konn­ten sich Mikro­or­ga­nis­men ver­meh­ren und über den Luft­strom in den Pro­duk­ti­ons­be­reich gelan­gen. Gleich­zei­tig führ­te ein zeit­wei­se zu gerin­ger Luft­wech­sel dazu, dass sich luft­ge­tra­ge­ne Par­ti­kel und Kei­me im Raum anrei­cher­ten. Wäh­rend des Ver­pa­ckungs­pro­zes­ses konn­ten die­se Mikro­or­ga­nis­men auf die offe­nen Lebens­mit­tel­ober­flä­chen gelan­gen.

Für das Pro­dukt hat­te dies direk­te Aus­wir­kun­gen. Spo­ren­bil­den­de Bacil­lus-Arten über­stan­den die Küh­lung und führ­ten zu vor­zei­ti­gem Ver­derb. Hefen ver­ur­sach­ten uner­wünsch­te Stoff­wech­sel­pro­zes­se, die sich durch Gas­bil­dung und sen­so­ri­sche Ver­än­de­run­gen bemerk­bar mach­ten. Schim­mel­spo­ren stell­ten zusätz­lich ein Risi­ko für die Pro­dukt­qua­li­tät und Rekla­ma­tio­nen dar.

Nach der Rei­ni­gung und Des­in­fek­ti­on der betrof­fe­nen Anla­gen­tei­le, dem Aus­tausch der Fil­ter, der Besei­ti­gung der Kon­den­sa­t­ur­sa­che sowie einer Opti­mie­rung des Luft­wech­sels konn­ten die Luft­keim­zah­len deut­lich redu­ziert wer­den. Die Halt­bar­keit der Pro­duk­te sta­bi­li­sier­te sich wie­der auf das vor­ge­se­he­ne Niveau.

Die­ses Bei­spiel zeigt, dass erhöh­te Luft­keim­kon­zen­tra­tio­nen nicht zwangs­läu­fig durch man­gel­haf­te Pro­duk­ti­ons­hy­gie­ne ent­ste­hen. Häu­fig liegt die Ursa­che in einer Kom­bi­na­ti­on aus Feuch­tig­keit, unzu­rei­chen­der Lüf­tungs­leis­tung und hygie­ni­schen Schwach­stel­len inner­halb der Lüf­tungs­an­la­ge. Des­halb soll­ten Luft­keim­mes­sun­gen immer gemein­sam mit einer tech­ni­schen Bewer­tung der raum­luft­tech­ni­schen Anla­ge erfol­gen, um die tat­säch­li­che Ursa­che einer mikro­biel­len Belas­tung sicher zu iden­ti­fi­zie­ren.

FAQ

War­um sind Luft­keim­mes­sun­gen in Lebens­mit­tel­be­trie­ben wich­tig?

Sie hel­fen dabei, mikro­bio­lo­gi­sche Risi­ken früh­zei­tig zu erken­nen und Kon­ta­mi­na­tio­nen von Lebens­mit­teln zu ver­mei­den.

Wel­che Kei­me wer­den am häu­figs­ten gefun­den?

Vor allem Bacillus‑, Staphylococcus‑, Aspergillus‑, Peni­cil­li­um- und Cla­do­spo­ri­um-Arten sowie Hefen.

Wie oft soll­ten Luft­keim­mes­sun­gen durch­ge­führt wer­den?

Die Häu­fig­keit rich­tet sich nach Pro­duk­ti­ons­art, Risi­koklas­se und betrieb­li­chen Hygie­ne­kon­zep­ten.

Kön­nen Luft­kei­me Lebens­mit­tel ver­der­ben?

Ja, ins­be­son­de­re Hefen, Schim­mel­pil­ze und Spo­ren­bild­ner kön­nen die Halt­bar­keit deut­lich ver­kür­zen.

Wel­che Rol­le spielt die Lüf­tungs­an­la­ge?

Sie beein­flusst die Ver­tei­lung, Fil­tra­ti­on und Abfüh­rung luft­ge­tra­ge­ner Mikro­or­ga­nis­men.

Was bedeu­tet ein hoher Keim­ge­halt in der Luft?

Er kann auf Per­so­nen­ein­trä­ge, Feuch­tig­keits­pro­ble­me, man­gel­haf­te Fil­tra­ti­on oder unzu­rei­chen­den Luft­wech­sel hin­wei­sen.

Sind Schim­mel­spo­ren in Pro­duk­ti­ons­räu­men gefähr­lich?

Sie kön­nen All­er­gien aus­lö­sen und Pro­duk­te kon­ta­mi­nie­ren oder ver­der­ben.

Was wird bei einer Hygie­neinspek­ti­on nach VDI 6022 geprüft?

Unter ande­rem Fil­ter, Befeuch­ter, Kon­den­sat­wan­nen, Wär­me­rück­ge­win­nungs­sys­te­me und Luft­ka­nä­le.

Wel­che Berei­che einer Lüf­tungs­an­la­ge sind beson­ders kri­tisch?

Befeuch­terkam­mern, Kon­den­sat­be­rei­che, Trop­fen­ab­schei­der und ver­schmutz­te Fil­ter.

Reicht eine Luft­keim­mes­sung allein aus?

Nein. Erst die Kom­bi­na­ti­on aus Keim­mes­sung, Lüf­tungs­ana­ly­se und Hygie­neinspek­ti­on ermög­licht eine fun­dier­te Bewer­tung.

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Luft­qua­li­tät sichern – bevor Pro­ble­me ent­ste­hen

Gera­de in Lebens­mit­tel­be­trie­ben ent­schei­det der hygie­ni­sche Zustand der Lüf­tungs­an­la­ge über Luft­qua­li­tät, Betriebs­si­cher­heit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz.

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